Mit Social Media zum Traumjob: Wer nix riskiert, kann auch nix verlieren! #stiegl

da ist es nun also raus: der schneeengel wird der neue social media manager der stiegl privatbrauerei zu salzburg. zu sagen, es wäre unglaublich, ist vielleicht ein bisschen falsch – natürlich habe ich daran und an mich geglaubt und auf dieses ziel konsequent hin gearbeitet-, aber doch ist meine freude riesengroß.

ich weiß es schon seit mittwoch. aber aus respekt zu den anderen bewerbern und auf die bitte von stiegl selbst, habe ich mit der veröffentlichung abgewartet, bis die anderen bewerber persönlich informiert werden konnten. ich kann euch eins sagen, das war ganz schön schwierig – wer mich kennt, kann sich vorstellen, wie sehr es mir unter den fingernägeln gebrannt hat, die freudige nachricht raus zu twittern! ;)

aber genug der vorworte. ich möchte euch an dieser – an meiner – “erfolgsgeschichte” teilhaben lassen und euch zeigen, wie man mit social media zum traumjob kommen kann. vorne weg: mit authentizität, ehrlichkeit, transparenz, ehrgeiz, selbsbewusstsein, ein bisschen mut und durchaus auch etwas glück.

ich muss dafür etwas ausholen, denn eigentlich begann alles 2007 mit diesem blog. damals war noch keine rede von social media managern. und natürlich auch noch nicht von mir. auch wenn ich anfangs recht überrascht ob des erfolgs dieses blogs war, habe ich nach einiger zeit das potential erkannt, dass im bloggen liegen kann. nein, ich dachte nicht ans geldverdienen. ich dachte daran, mir damit einen namen aufzubauen. bei google gefunden zu werden. “online-reputation”. natürlich hatte ich mit meinem “realen” namen ein einigermaßen leichtes spiel (so viele jochen hencke gibt es nicht), doch mit dem schneeengel war’s dann doch etwas schwieriger. und das alles war natürlich ein prozess. ich musste mir klar machen, dass das nicht von heute auf morgen passiert. und, dass ich dafür auch aktiv einiges tun muss: content produzieren, events besuchen, netzwerken, über twitter mit anderen kommunizieren, einfach präsent sein. es funktionierte. mein blog entwickelte sich prächtig, mein twitter-account auch. so langsam hatte ich mir einen kleinen namen gemacht. wurde wahrgenommen und somit auch öfter verlinkt. hinzu kamen einige projekte, die ich neben dem studium begleiten und zum laufen bringen konnte.

im letzten jahr stand dann die zeit des langen praktikums vor der tür und für mich die entscheidung, wie es denn nun weitergehen sollte. wie es der zufall so wollte, suchte gerade zu dieser zeit klaus eck einen praktikanten. klaus folgte ich schon seit einiger zeit bei twitter und war auch mit ihm über facebook vernetzt. dort stieß ich auch auf seine “ausschreibung”. ich kommentierte, versuchte mich & meine bisherige arbeit in dem kommentar gut zu verkaufen. mit heinz hatte ich inzwischen auch schon einen “fürsprecher”, der mich an klaus weiterempfahl. ein anruf folgte und ich hatte das praktikum.

bei klaus kam dann wieder der kollege zufall vorbei: stiegl suchte nach einem social media konzept und fragte bei ihm an. so kam eins zum anderen, ich hatte das vergnügen meiner kreativität in sachen stiegl und social media freien lauf zu lassen und mich am konzept zu beteiligen. ich bekam einen tiefen einblick in die philosophie des unternehmens und es baute sich natürlich auch ein kontakt auf.

bei der nissan freeride tour in fieberbrunn lernte ich dann auch christina, die (unter anderem) für die social media aktivitäten von stiegl (noch) verantwortlich ist – und einen super job gemacht hat – einmal persönlich kennen. so entstand eine zusammenarbeit, bei der ich mich als schneeengel (und auch @piefke) bei den projekten von stiegl einbringen konnte.

als es dann so weit war und plötzlich die stellenausschreibung als social media manager bei stiegl kam, war eigentlich klar, dass es nur eine person für den job geben könnte: mich. doch wie sollte ich die brauerei darauf aufmerksam machen, dass ich wirklich die perfekte person für den job bin?

ich musste aus der masse der bewerber irgendwie heraus stechen, mich sichtbar machen und natürlich auch nachhaltig ins gespräch bringen. die idee vom stieglman – von “jochen for stiegl” - war geboren.

warum wählte ich gerade facebook als passendes medium? naja, eigentlich logisch: facebook ist zur zeit nun einmal das größte netzwerk überhaupt und stiegl dort sehr präsent vertreten. twitter und mein blog nutzte ich, um auf die aktion aufmerksam zu machen. natürlich ging ich damit ein risiko ein. ich machte damit nicht nur andere auf die stelle aufmerksam, baute mir somit quasi eventuell andere konkurrenz auf und lief natürlich auch gefahr, für ein traditionsunternehmen wie stiegl zu “laut” aufzutreten. doch: “no risk, no fun”. und, wer nix riskiert, kann auch nix verlieren.

“jochen for stiegl” lief super an, besser als ich es erwartet hatte. innerhalb von gut einem tag hatte ich schon mehr als 100 “unterstützer” auf der seite versammelt. und was mich besonders bestätigte, dass es der richtige weg war, war, dass unter den 100 rund ein drittel nicht mit mir bei facebook vernetzt waren, sondern “von allein” gekommen waren.

und nein, ich habe natürlich nicht nur auf facebook, twitter und blog gesetzt, auch eine “klassische” bewerbung gab’s von mir. denn, verschließen wir nicht die augen, social media ist toll und klasse und super und überhaupt, aber doch nicht alles.

was mich verwunderte: niemand außer mir setzte auf social media kanäle, um auf sich aufmerksam zu machen oder wenigstens zu zeigen, dass man sich auch beworben hatte. ja, okay. natürlich besteht die gefahr, auch negativ aufzufallen, vor allem, wenn man den job am ende nicht bekommt. doch sind ehrlichkeit und transparenz nicht zwei haupteigenschaften, die ein social media manager, ein markenbotschafter, mitbringen sollte? auch aus diesem grund, stellte sich mir die frage gar nicht, ob ich meine bewerbung nun kommunizieren sollte oder nicht. ich glaube, eigentlich bin ich mir sicher, ich hätte auch keinen reputationsschaden erlitten, wenn es nichts mit stiegl geworden wäre. gut, es wäre sicher schwierig geworden, mich einer anderen brauerei zu verkaufen, aber auch das hätte ich notfalls geschafft. aber ich bin froh, dass ich es nicht muss. ich bin sogar sehr froh und überglücklich, dass es mit diesem traumjob geklappt hat. ich freue mich auf die herausforderung und das team, mit dem ich zusammenarbeiten werde.

ich möchte mich an dieser stelle natürlich auch bedanken. bedanken bei allen, die mich auf dem weg dahin unterstützt und auch gefördert haben. besonders bei klaus, anika, thomas, heinz, christina und hanna. und selbstverständlich bei allen unterstützern von “jochen for stiegl”, den twitterati, die meiner bewerbung einen retweet gaben, meinen followern überhaupt und euch, die, die dieses blog erst so groß gemacht haben, wie es heute ist.

was passiert nun eigentlich mit “jochen for stiegl”? ich werde die seite nicht schließen. ganz im gegenteil. ich möchte sie, wenn es die zeit (und natürlich auch mein neuer arbeitgeber) denn zulässt, weiter betreiben. sie soll eine plattform sein, auf der ihr euch bei den social media aktivitäten von stiegl einbringen könnt. ihr mir eure ideen und anregungen mitteilen könnt und somit auch teilhaben könnt an der erfolgsgeschichte. zusätzlich hab ich mir auch den twitter-account @stieglman gesichert. was ich damit mache, muss ich mir noch überlegen. wenn ihr vorschläge habt: immer her damit! ;)

mein fazit und auch tipps für andere, die nach ihrem traumjob via social media suchen:

- baut euch eine reputation auf
(aber glaubt nicht, dass das von heute auf morgen passiert, akzeptiert es als prozess)
- setzt euch mit dem unternehmen auseinander
- beteiligt euch bei aktionen, bringt euch ins gespräch
- kommentiert auf blog, facebook oder auch twitter
- versucht einen kontakt zu den markenbotschaftern aufzubauen
- denkt aber auch immer daran, dass social media nicht alles ist
- seid offen, ehrlich und transparent
- scheut nicht die konkurrenz
- seid bereit etwas zu riskieren
- stecht mit einer (oder mehreren) kreativen idee(n) aus der masse heraus
- seid selbstbewusst und konsequent
- seid einfach gut in dem was ihr macht
- seid vor allem ihr und spielt keine rolle

wenn ihr das beherzigt, dann klappt es bestimmt mit eurem (traum)job! und wenn es mal nicht klappt, lasst euch nicht davon beunruhigen. natürlich kann es immer menschen geben, die einfach besser in das gesuchte profil passen – deswegen seid ihr nicht unbedingt schlechter. das ist kein weltuntergang, seht und versteht es als chance.

Ich bewerbe mich als Social Media Manager bei #Stiegl

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es ist vielleicht eines der für mich zur zeit attraktivsten jobangebote zur zeit: stiegl sucht einen social media manager. natürlich habe ich mich dafür beworben. und nein, ich tue das nicht hinter vorgehaltener hand. transparenz ist das stichwort.

natürlich laufe ich gefahr, dass ich damit noch mehr menschen auf dieses jobangebot aufmerksam mache und die konkurrenz aktiv fördere. “konkurrenz belebt das geschäft”, sagt man so schön. aber ich bin von meinem qualitäten in dem bereich überzeugt, scheue den wettbewerb nicht. sollte in den augen der stiegl brauerei jemand anderes wirklich besser für diesen job geeignet, dann soll es so sein. dann bin ich wohl auch der letzte, der beleidigt von dannen zieht. dass ich sicher enttäuscht sein werde, das steht auf einem anderen blatt papier. doch wenn ich nicht aktiv mit meiner bewerbung für den job umgehen würde, dann wäre das nicht ich, dann wäre es nicht authentisch.

als ich von der stellenausschreibung erfahren habe, kam mir sofort der gedanke, dafür eine facebookseite einzurichten. was lag näher als über das größte soziale netzwerk für mich zu werben? innerhalb von etwas mehr als einem tag hatte ich auf “jochen for stiegl” schon 100 unterstützer auf der seite versammelt. was mich besonders gefreut hat: von den 100 waren rund ein drittel menschen dabei, mit denen ich bei facebook gar nicht vernetzt bin.

kein anderes produkt, keine andere marke verkörpert für mich besser das salzburger land. meine heimat. ganz zu schweigen davon, dass stiegl für mich wirklich zu den besten bieren der welt gehört. einen ganz unverkennbaren geschmack hat.

vielen wird es aufgefallen sein, dass ich in letzter zeit viel über stiegl geschrieben habe, auch einiges für stiegl gemacht habe. wie zum beispiel meine analyse zum ersten (kleinen) shitstorm, meine beteiligung als @piefke beim stiegl twitter-battle zum em-quali-spiel österreich-deutschland oder auch die biersession auf dem barcamp in graz. das kam natürlich von ungefähr. zu meiner zeit bei eck kommunikation hatte ich das glück, beim aufbau der social media aktivitäten von stiegl mitzuwirken und meine ideen mit einzubringen. auch ein grund, warum mir die bemühungen und der erfolg von stiegl in diesem bereich sehr am herzen liegen. ich habe mit freude gesehen, wie stiegl im social web laufen lernte – auch ein verdienst von christina, die stiegls social media kanäle bis jetzt sehr gut gesteuert und befüllt hat.

es gibt noch viele ideen in dem von uns ausgearbeiteten konzept, die umgesetzt gehören. und nichts würde ich lieber machen, als das selbst in die hand nehmen zu können. die chance ist jetzt da. meine bewerbung auch. und nein, ich setze natürlich nicht alles auf eine karte. ich weiß auch, dass facebook – egal wie groß das netzwerk inzwischen ist – nicht alles ist. natürlich habe ich auch eine “normale” bewerbung eingereicht. doch gerade facebook ist für stiegl ein wichtiger teil ihrer social media aktivitäten. kein wunder, bei fast 50.000 fans.

die kombination verschiedenster instrumente, der mix macht’s. ich hoffe, ich gehe damit den richtigen weg. nein, ich bin überzeugt davon. ich hoffe, ich kann damit auch stiegl von mir überzeugen. und wenn nicht, vielleicht ja jemand anderen? dass ich zur zeit auf jobsuche bin, das sollte nun wohl klar sein. :)

wenn ihr meint, dass ich den richtigen weg gehe, würde ich mich freuen, wenn ihr mich über “jochen for stiegl” unterstützt. sollte ich den job bekommen, winkt selbstverständlich eine große feier – natürlich mit stiegl bier! ;)

The Burning House – was nicht verbrennen darf

Feuerwehr

habt ihr euch schon mal überlegt, was ihr mitnehmen würde, wenn euer haus/eure wohnung brennen würde? was wären die habseligkeiten, die ihr dann schnell mit nach draußen nehmen würdet?

ja, ich weiß, in der schule hieß es beim feueralarm immer: alles stehen und liegen lassen und ruhig das gebäude verlassen. aber jetzt mal ehrlich, wer würde das machen – wirklich alles verbrennen lassen, wenn es denn möglich wäre, etwas zu retten?

schon seit einiger zeit gibt es das blogger-projekt “theburninghouse.com“. dort stellen menschen die sachen vor, die sie retten würden. mathias hat nun vorgeschlagen, dass wir das ganze auch in den deutschsprachigen raum übertragen. ja, warum eigentlich nicht? hier also meine gegenstände, die ich mit nach draußen nehmen würde:

 

Burning House

the burning house: das würde ich mit nach draußen nehmen

  • iphone (womit soll ich sonst twittern, dass mein haus gerade brennt?)
  • macbook (wo soll ich sonst die fotos vom brand bearbeiten?)
  • kappe (ich geh doch nicht nackt aus dem haus)
  • autoschlüssel (irgendwo muss ich ja schlafen)
  • portemonnaie (etwas kleingeld sollte man immer dabei haben)
  • moods (damit ich mir am feuer eine anstecken kann)

jeden tag soll nun jemand anderes seine (oder ihre) gegenstände vorstellen, die unbedingt gerettet werden müssen. bisher schon gebloggt haben mathias, iwona, petra und henric. es folgen noch natanja, clemens, richard, luca, kathi, martin und ash. natürlich können sich noch andere daran beteiligen – es ist jeder herzlich eingeladen, mitzumachen! es ist da natürlich auch egal, wenn mal an einem tag mehrere was posten. wichtig wäre halt nur, dass die aktion auch ordentlich untereinander verlinkt wird.

“Ich bin der Gipfel beim Nikon Fotowettbewerb”

Nikon_Gipfel_Blog

kennt ihr schon den fotowettbewerb von nikon österreich? echt eine schöne und kreative kampagne. und vor allem einfach. foto hochladen “ich bin…”-spruch ergänzen und abschicken. die anbindung zu twitter und facebook ist natürlich auch dabei.

die 200 bilder mit den meisten stimmen kommen am 10. juli dann in die nächste runde (bis 30. juni können noch fotos hochgeladen werden). aus diesen 200 motiven wählt dann eine jury die 50 besten aus und die bekommen dann preise. es geht los mit einem t-shirt mit dem eigenen spruch bis hin zu 1.500 euro + eine nikon d5100 + t-shirt.

mir persönlich würde ja schon so ein t-shirt reichen, deswegen würde ich mich freuen, wenn ihr mein bild, “ich bin der gipfel”, unter die 200 fotos wählen würdet. abstimmen könnt ihr übrigens einmal pro tag – hab also nichts dagegen, wenn ihr mir jeden tag eure stimme gebt! :)

das bild habe ich übrigens im august 2009 auf dem reißrachkopf (rauris) gemacht. ich hab damals mitgeholfen, das kreuz aufzustellen.

achso, noch etwas: “das kreative konzept” zu diesem wettbewerb kommt übrigens aus slowenien. kann sich so manche agentur aus österreich (aber auch deutschland) mal eine scheibe von abschneiden: so einfach kann user-beteiligung sein.

Die Bahn twittert nun also auch

@db_bahn

ja – da ist sie nun also, die deutsche bahn bei twitter. schön. und ja, der twitterauftritt ist gut gelungen, bzw. es scheinen genug personelle ressourcen dahinter zu stecken, dass die anfragen, die per microblog rein kommen, auch beantwortet worden können. viel mehr gestaltungsspielraum bietet twitter ja nun auch wieder nicht. es wird über twitter kommuniziert – mehr erwarte ich ja eigentlich gar nicht.

gestern früh startete der account offiziell – inzwischen gibt es schon über 5.600 follower. das ist ordentlich. kann man eigentlich aber auch bei so einem großen unternehmen wie der bahn auch erwarten (vorausgesetzt das angebot stimmt). gut, ob nun zwischen 20 und sechs uhr und am wochenende kein twitterati bahn fährt, darüber lässt sich streiten. aber man soll es ja nun auch nicht übertreiben. eine telefonhotline gibt’s ja schließlich auch noch. wobei ja nun eigentlich am wochenende – zumindest samstags – tagsüber auch jemand per twitter erreichbar sein könnte.

ich bin auf jeden fall froh, dass die bahn den kanal – wie schon gesagt – als kommunikationsmittel benutzt und nicht als marketingplattform. so wie sie es mit dem facebook-chefticket probiert haben (meine meinung dazu kennt ihr ja).

allerdings frage ich mich, genauso wie robert, ob denn das nun so innovativ ist. ob das nun der große schritt in richtung social media ist.

ich finde es gut, dass die damen und herren hinter dem account auch versuchen aufzuklären, warum nun ein zug getauscht wurde, warum er verspätung hat o.ä. ein schritt in die richtige richtung. aber ja, was wäre denn nun eigentlich so richtig innovativ gewesen?

ich habe schon vor einiger zeit mit achim darüber diskutiert, was die bahn denn machen könnte, um social media mäßig vorn dabei zu sein. ähnlich wie robert hatten wir die idee einer plattform. dort können die menschen eintragen, welcher zug gerade verspätung hat und andere, die den gleichen zug benutzen wollen, können diese information dann abrufen. so weiß man – besten falls -, ob der zug verspätung hat, bevor man sich auf den weg zum bahnhof macht. die bahn könnte diese plattform dann mit infos füllen, warum denn nun ein zug zum beispiel verspätung hat (triebwerksschaden, person im gleis, personenschaden etc.). natürlich wäre das sicher aufwendig, aber auch ein echter mehrwert. warum und wieso das einen echten mehrwert bringen würde, darüber hat sich robert ja nun schon sehr ausführlich ausgelassen.

mein fazit zu @db_bahn sieht eigentlich genauso aus, wie roberts: es ist schön, dass die bahn das nun macht. eine hysterie löst das nun aber nicht bei mir aus. ich hoffe, das ist nur der erste schritt und es folgen weitere. vielleicht versucht die bahn es ja noch einmal “richtig” mit facebook. also nicht, um tickets zu verkaufen, sondern um zu informieren, zu kommunizieren und transparenz zu zeigen. und vielleicht greift sie ja auch mal die idee der plattform auf. mit einem gewissen team sollte die umsetzung doch eigentlich machbar sein, oder habe ich da zu hohe ansprüche?

google zeigt in den usa übrigens schon, dass so etwas mit bussen funktioniert. vielleicht öffnen sie diese plattform ja auch bald mal für europa und es lässt auch für die bahn öffnen?

Der @piefke twittert live vom Spiel Österreich-Deutschland #autvsger

deutschland-trikot

es liegt wieder einmal eine ereignisreiche woche vor mir. nachdem ich gestern für die sparkasse vom sparkassentag in graz getwittert habe und ab morgen als festivalreporter für das grazer geschäft “infected” auf dem springfestival unterwegs sein werde, verschlägt es mich am freitag nach wien.

dort werde ich als @piefke (ja, der account gehört wirklich mir) live vom em-quali-spiel österreich-deutschland twittern und mir mit jürgen hofer ein twitter-battle liefern (jürgen übernimmt den ösi-, ich den piefke-part – verständlicher weise). eine lustige idee, die wieder einmal stiegl hatte – diesmal in zusammenarbeit mit 90minuten.at. dort wird das twitter-match auch live “übertragen”.

um richtig und authentisch vom spiel und der stimmung berichten zu können, wurden wir mit einem pressepass fürs spiel ausgestattet, was mich besonders freut. ich werde sicher dann mal während des spiels herum gehen, um euch ein paar eindrücke aus den verschiedensten blocks liefern zu können – ok, den österreichischen fanblock werd ich vielleicht lieber auslassen. die waren auch schon 2008 auf mich im deutschland-trikot nicht so gut zu sprechen… :)

auch wenn sicher ein paar tweets über den @schneeengel kommen werden, werde ich den großteil meiner berichterstattung auf den piefke-account verlagern. also, ihr seid herzlich eingeladen, dem @piefke auf twitter zu folgen. aber sonst bekommt ihr natürlich auch alles über den hashtag “autvsger” mit. ganz besonders würde es mich natürlich freuen, wenn ihr euch am battle beteiligt – je mehr da mitmachen, desto lustiger wird’s.

am donnerstag abend wird es ab 20.30 uhr eine erste diskussionsrunde mit uns geben, bevor es dann am freitag richtig los geht. aber auch schon jetzt gibt es kleine neckereien über twitter. ihr verpasst also nichts, wenn ihr jetzt schon mit dabei seid! ;)

ich freu mich auf jeden fall auf das spiel und hoffe ihr habt dann auch spaß an unserem twitter-battle!

Was fällt euch zum Thema Lehm ein? Helft mir!

claytec_fb

seit kurzem gibt es ein neues projekt, dem ich mich widmen kann: claytec österreich. die firma stellt baustoffe aus lehm her. also lehmputze, lehmbauplatten, dämmplatten und und und. ich soll für sie die social media aktivitäten in österreich aufbauen und auch betreuen.

der schneeengel und lehm? lehm und social media? wie passt das eigentlich zusammen? das ist eine gute frage. und auch genau der grund, warum nicht wirklich gezögert habe, das angebot anzunehmen. es ist eine sehr spannende und natürlich auch fordernde aufgabe. wie kann ich euch, bzw. letztendlich der internetgemeinde, lehm näher bringen? wie schaffe ich es, die bilder, die sicher viele von lehm im kopf haben (stichwort “lehmhütte”), durch neue zu erweitern oder vielleicht sogar zu ersetzen?

das, was claytec mit lehm macht, hat nichts mit genau diesen lehmhütten zu tun. mit lehm lässt sich einiges anstellen. vor allem, wenn es um design geht. ein paar bilder von den projekten könnt ihr bereits auf der facebookseite von claytec österreich sehen (die passende homepage und das blog sind noch in arbeit – aber ihr könnt euch natürlich auch schon mal ein bild über die deutsche seite machen). so eine wand, die mit lehm verputzt ist, schafft eine ganz andere tiefe. erst recht als so eine weiße wand, wie wir sie wohl alle kennen. ganz zu schweigen davon, dass lehm eine ganz andere raumtiefe und auch wärme schafft. ein weiterer vorteil: ein viel besseres raumklima, weil lehm geruchsstoffe besser bindet.

doch design ist nicht alles. gerade in der heutigen zeit geht es auch immer um nachhaltigkeit. da ist lehm natürlich ganz vorne mit dabei.

aber genug der werbung. mir geht es mit diesem post eigentlich viel mehr um euch. was habt ihr so im kopf habt, wenn ihr an lehm denkt? und vor allem würde mich brennend interessieren, was ihr von einem blog oder auch einer facebookseite von claytec erwartet. was würdet ihr dort gerne lesen? ich würde mich über viele kreative vorschläge und anregungen freuen (egal ob per mail, twitter, facebook, telefon oder auch hier in den kommentaren). natürlich habe ich auch nichts dagegen, wenn ihr “fan” von claytec österreich werdet oder diesen blogpost weiterleitet! :)

Infected sucht Reporter fürs Springfestival in Graz #spring11

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ich bin durch einen tipp von einem meiner ehemaligen vortragenden auf eine coole aktion von infected graz zum springfestival in graz gestoßen worden. der “stylepartner” des festivals sucht zwei reporter die für ihn vom diesjährigen festival berichten. dafür gibt es jeweils einen festivalpass und einen “fetten gutschein” (wie sie selbst sagen – wobei allerdings nicht klar ist, welcher wert für sie “fett” ist).

bewerben könnt ihr euch über die facebookseite. ihr müsst einfach nur begründen, warum gerade ihr die richtigen für den “job” seid. ich finde allerdings, da ist noch ein bisschen zu wenig los auf der seite. schließlich gehört das springfestival zu einem der coolsten events (nicht nur in österreich). also macht doch mit, wenn ihr euch auch fürs spring interessiert und noch keinen festivalpass habt.

ich habe mich natürlich auch beworben und mir ist auch bewusst, dass natürlich meine gewinnchancen sinken, je mehr mitmachen. aber was soll’s. eine coole aktion möchte ich euch deswegen nicht vorenthalten. wie sagt man so schön? konkurrenz belebt das geschäft!

außerdem finde ich die homepage von infected graz sehr gut gelungen. nicht überladen und doch ist alles dabei, was man wissen muss. vor allem die prominente verlinkung der social media-kanäle (was mir natürlich immer sehr gut gefällt).

bewerben könnt ihr euch noch bis zum 21.05.11 – also morgen -, 17 uhr. macht mit, lohnt sich auf jeden fall!

 

p.s.: sollten sie mich nehmen, könnt ihr euch sicher sein, dass es neue stories von “hans peter” geben wird (achtung: insider!;)).

Blogparade: Österreichs Social Media Blogger #sbAT11

Blogparade_Parade_Stormtroopers

stephan wiesenhofer hat mich auf eine nette idee hingewiesen, die er und alex stocker hatten und mich eingeladen, doch mitzumachen. es geht darum, österreichs social media blogger “über eine blogparade besser zu miteinander vernetzen”. ok, so wirklich österreichisch bin ich ja nicht (was man vor allem hören kann ;) ), aber letztendlich blogge, twitter, facebooke (etc.) ich größtenteils aus österreich. ich glaub, da kann man meinen beitrag auch durchgehen lassen.

drei fragen stehen bei der blogparade im raum. ich werde mein bestes geben, sie nach bestem wissen und gewissen zu beantworten.

  • wie bin ich zu social media gekommen?

gute frage. dauert glaub ich auch länger, die zu beantworten. bin da so nach und nach rein gewachsen, würde ich sagen. 1996 kamen meine ersten schritte in diesem internetz, von dem heutzutage alle reden. erst ging es vor allem um musik, icq und anderen chats, später kam dann ein interesse für html und flash dazu – was mir in den “goldenen zeiten” der homepage-programmierung ein sehr sehr gutes “taschengeld” bescherte. ende der 90er erweiterte ich meine internetaktivitäten vor allem um daytrading, was mir – bis kurz vor platzen der blase – das “taschengeld” weiter aufbesserte. nach dem abitur wandelte sich das netz immer mehr zu einer recherche-quelle für mich. für meine radioshows bekam ich hier alle infos, die ich brauchte.

dann entwickelte sich langsam dieses “web 2.0″ – das heute ja gott sei gedankt lieber social web genannt wird. mein erstes wirkliches zusammentreffen mit diesem “mitmachnetz” hatte ich anfang 2007 mit studivz (wen es genau interessiert: bei dem ding bin ich seit dem 21.01.2007 mitglied. und ja, ich bin es immernoch, weil es immernoch leute in meiner kontaktliste gibt, die den schritt zu facebook nicht machen wollen). ich glaube, nicht nur ich konnte damals auch nur ahnen, wie sich das alles entwickeln würde. Ende 2007 fing ich dann an zu bloggen. anfangs eigentlich nur privat, weil ich meine freunde nach dem umzug nach graz auf dem laufenden halten wollte, wie es mir so geht und was ich so treibe. dass sich das blog dann so entwickeln würde, auch das hätte ich damals nicht gedacht. ein jahr nach meinem ersten auftritt bei studivz hatte mich dann auch facebook “erreicht”. wenig später, im april 2008 meldete ich mich – aufgrund einer vorlesung von heinz – dann auch bei twitter an. ich glaube, das war dann der endgültige schritt in die social media-welt.

  • was mache ich mit social media?

ich lebe mit social media: wenn ich mein iphone nicht bei mir habe, fühle ich mich nicht wohl. ich stehe total darauf, jederzeit wissen zu können, was in der weiten welt so abgeht. ich hab auch kein problem damit, jederzeit z.b. über foursquare mitzuteilen, wo ich gerade bin – oder über twitter die welt daran teilhaben zu lassen, was ich gerade mache. ich weiß ja, dass ich es mache, und dass es rein theoretisch die ganze welt lesen kann.

ich arbeite mit social media: konzepte entwickeln, ideen sammeln, konzepte und ideen umsetzen, neue ideen und denkanstöße finden, mit leuten austauschen, in kontakt bleiben, neue kontakte knüpfen, reputation aufbauen und machmal auch einfach nur damit herumspielen und grenzen ausloten. das klingt nach einer ziemlichen überlastung, aber nur für die, die nicht wissen, wie sie ihre social media-quellen vernünftig monitoren.

  • warum bin ich von social media begeistert?

ich denke, einige antworten habe ich zu der frage schon gegeben. aber ich versuche es noch einmal zusammenzufassen. social media ist die beste möglichkeit sich international zu vernetzen und auch auszutauschen, jederzeit up-to-date sein zu können. social media bietet uns möglichkeiten, von denen wir beim “statischen” web von damals nur träumen konnten. natürlich birgt es auch ein paar gefahren, aber nur, wenn man sich nicht wirklich damit beschäftigt und auseinandersetzt.

so viel zu meinem beitrag, an der aktuellen blogparade. ich hoffe, es beteiligen sich viele daran. nicht nur die bekannten gesichter, auf die man eh auf jedem barcamp o.ä. trifft, sondern vielleicht auch ein paar noch nicht so bekannte, neue, frische.

bisher haben sich  (per blog) an der aktion beteiligt – liste werde ich regelmäßig aktualisieren:

update: ich muss sagen, ich bin ein bisschen enttäuscht, wie wenig sich die blogger untereinander verlinken. linkfaulheit? schade….

bildquelle: flickr (foto by brian garret, cc-lizenz)

Des Falters Ansicht zum Stiegl-Boykott

auf dem barcamp graz habe ich schon eine session über den fall “stiegl ambulanz” gehalten. aufgrund des artikels über diesen vorfall im aktuellen falter, will ich allerdings diese session noch einmal verschriftlichen. meine bilanz der ganzen geschichte fällt nämlich ganz anders aus, nämlich deutlich positiver. im falter ist nämlich die rede von “einem sturm der entrüstung von bisher selten gekannten dimensionen” die rede.

aber erst einmal zur geschichte, für die, die sie nicht so wirklich mitbekommen haben (auf dem barcamp musste ich feststellen, wie wenig eigentlich davon überhaupt wussten):

ende april rollte ein kleiner shitstorm über die stiegl-brauerei. auslöser dafür war ein vorfall in der “stiegl ambulanz” in wien. es ging um einen straßenzeitungsverkäufer, worten wie “zigeuner” u. ä. nachdem die online-ausgabe des standards darüber geschrieben hatte (gegen halb fünf am nachmittag), tauchten nach und nach immer mehr posts auf der facebookseite von stiegl auf. diese gingen inhaltlich von der bitte um klärung, bis hin zu “ich werde nie wieder stiegl trinken”. wichtig zu wissen: die “stiegl ambulanz” ist seit 01.04. diesen jahres verpachtet. die brauerei hat also mit dem lokalbetrieb nur noch sehr wenig (sie liefern bier etc) bis gar nichts zu tun.

aber egal, da sieht man einmal, wie schnell der unmut der online-community einen erreichen kann, ohne wirklich dafür etwas zu können. eine stunde nach der standard-veröffentlichung tauchte auf facebook dann auch die seite “boykott stiegl brauerei im alten akh” auf. die seite erfreute sich reger beliebtheit und hatte auch einen gewissen zulauf (innerhalb von einem tag ungefähr +800 fans).

um 19 uhr, also nur rund 2 1/2 stunden nach dem artikel gab es eine erste offizielle reaktion von stiegl auf der facebookseite, in der sich die brauerei von dem vorfall offiziell distanzierte, den besagten artikel verlinkte und eine klarstellung versprach (bis zu diesem zeitpunkt gab es 14 fanposts auf der seite, die die stiegl ambulanz zum thema hatten). dieser beitrag bekam über 140 likes und kommentare. vor allem die schnelle reaktion stiegls wurde sehr positiv aufgenommen.

nachdem noch ein paar wenige posts auf der stiegl-seite auftauchten, kam um kurz vor 22 uhr noch einmal eine distanzierung und eine einladung an die straßenverkäufer (jeder sei auf ein stiegl oder ein anti-alkoholisches flüx eingeladen). außerdem kündigte die brauerei eine offizielle stellungnahme für den nächsten tag an, die dann auch gegen 16 uhr – also nicht einmal 24 stunden nach dem standard-artikel – folgte. in der stellungnahme ließ stiegl auch die geschäftsführerin der “bettelstudent betriebs gmbh” zu wort kommen, die pächterin der stiegl ambulanz, die beteuerte, dass es sich bei dem vorfall um ein riesen missverständnis handelte. außerdem wurden alle eingeladen, weiter auf der stiegl-facebookseite zu diskutieren. seit dieser stellungnahme gab es nur noch zwei fanposts, die sich um die stiegl ambulanz drehten.

die boykott-seite hat inzwischen rund 1.700 fans erreicht, wobei die interaktion auf der seite rapide nachgelassen hat. am letzten samstag sollte es einen flashmob in der stiegl-ambulanz geben, mehr als die ankündigung ist allerdings nicht auf der seite zu finden. dementsprechend kann ich nicht abschätzen, wie viele sich wirklich daran beteiligt haben.

die stiegl-seite hatte zu beginn der aktion rund 44.000 fans. sonntag zählte sie schon über 47.000. wenn wir das ganze jetzt also mal herunterrechnen, hat die boykottseite rund vier prozent der stiegl-seite erreicht – und ein bisschen mehr als die hälfte des fanzuwachses von stiegl im gleichen zeitraum.

der standard-artikel hat aktuell knapp 1.500 kommentare, zählt damit zu den meist-diskutierten, aber seit dem 03.05. passiert auch da so gut wie nichts mehr.

ist das wirklich ein “sturm der entrüstung von bisher selten gekannten dimensionen”? der falter hat zum abschluss eigentlich ein treffendes zitat von stefan bachleitner bekommen: “als sich noch am selben abend stiegl-ambulanz und stiegl-brauerei vom fall distanzierten, dachte ich mir: damit hat sich die sache jetzt langsam.” doch der falter fügt dann als abschluss noch hinzu: “bachleitner sollte unrecht behalten”. da komm ich dann doch ein bisschen ins grübeln.

aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich die sache aus einem anderen blickwinkel sehe. für mich ist der ganze fall ein echt gutes beispiel, für gute krisen-pr im social web – also von seiten der stiegl-brauerei.

es kann natürlich auch sein, dass ich mich in meiner wahrnehmung täusche. vielleicht irre ich mich ja auch mit dem, was ich schreibe. oder was meint ihr dazu?

 

links zum thema:

  • da der falter artikel nicht online ist, hat ihn stefan übrigens freundlicherweise abfotografiert und online gestellt: erster teilzweiter teil.
  • meine prezi zur session beim barcamp:

disclaimer: ich kenne die person, die die social media-aktivitäten für stiegl macht, bekomme aber kein geld von stiegl.

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